Sonntag, 8. September 2013

7. Tag Beaume des Dames nach Besancon 

Eine Woche unterwegs! Davon 6 bei genialem Wetter. Das konnte so nicht weitergehen, das war klar. Aber heute 3 Stunden im Regen an der Doubs entlang, das hätte ich mir auch anders vorstellen können. Der Tag war eigentlich als "Halbetappe" mit Touristenprogramm geplant. Aber Besancon (ich finde einfach keine Taste, mit der ich die Sonderzeichen einfügen könnte!!) war heute wie ausgestorben. Das kann nicht nur am Wetter gelegen. Sonntag! Alles zu! Nichts zu kaufen! Keine Leute! Und die paar Touristen haben verzweifelt nach offenen Lokalen gesucht um sich vorm Regen zu verstecken.
Man beachte das Schild vorne rechts! Es ist wirklich ein schöner Platz. Nur schade, dass Deborah heute nicht da ist. Als es nun immer feuchter wurde, habe ich beschlossen, das Hotel zu suchen und aus meiner Halbetappe mit Touriprogramm, eine Halbetappe mit Ruhepause zu machen. Für künftige Buchungen merke ich mir folgendes: Wenn der Straßenname mit Mont..., beginnt geht es bergauf, wenn man 2 Straßen fahren muss, die mit Mont... beginnen, geht es 2x den Berg hinauf. Nun sitze ich also oben auf dem Berg, schaue aus dem Fenster in den  Regen, und hier gibt es nichts mehr sonst. Keine Geschäfte, keine Kneipen, selbst die Hotelbar hat zu, weil kaum Gäste da sind.
Aber wenn es Morgen noch so regnet, dann werde ich vielleicht doch noch ein wenig Tourismus in Besancon machen., mal sehen.


Samstag, 7. September 2013

6.Tag: Montbeliard nach Baume des Dames:

radweg das doubs-tal und das oberelsass - eurovelo6 

 

Sieht so winzig aus, die Strecke, zwischen  Montbeliard und Besancon, aber es sind deutlich über 90km - und leider nicht mehr wie bisher gemütlich dem Kanal entlang. Nun, im Tal des/r (?) Doubs, kommt es schon mal vor, das das Tal zu eng ist für 4 Strecken (Bahn, Auto, Kanal u n d Fahrradweg. In dem Fall - ist klar - jagt man die armen Radfahrer den Berg hoch. Ich hoffe, dass kommt in Zukunft nicht jeden Tag dreimal vor.
Inzwischen ist das Wetter auch etwas schlechter.  Heute bin ich in 2 Regenschauer gekommen - aber immerhin war es noch  warm. Den einen Regenguss habe ich im Schloss von Clerval verbracht - im Musée de la Memoire et la Paix. Das war die heftigste Geisterbahn, die ich je gesehen habe. Dank großzügiger Militariasammler kann man dort sämtliche Uniformen der Franz.Armee seit dem 70/71 Krieg bis hin zu Indonesien und dem Irakkrieg "bewundern". Irgendwie ist der "Frieden" bei aller Waffenvernarrtheit untergegangen-  ich habe ihn jedenfalls nicht entdeckt. Es sei denn, der Friedensbeitrag liegt in der Lächerlichkeit der Arrangements.
Nach einer etwa über 70 km langen Tour sitze ich jetzt im lauschigen Hotel Central (mit Blick auf den Hinterhof) in Baume des Dames,  einem sehr schönen Städtchen, mit einer beeindruckenden Abtei (in der die Freunde des Pilzsammelns eine riesige Ausstellung aufgebaut haben).
Morgen mache ich dann die restlichen 25 km nach Besancon und habe dann den Sonntag zum Stadterkunden. Dann werde ich sicher wieder meinen ersten französischen Satz üben, den ich heute zum ersten Mal erfolgreich von mir gegeben habe: "Silvuplä, ä cafe e ä värdo" - und was geschah? Der Kellner brachte einen Espresso und ein Glas Wasser - Ich war sehr stolz auf ihn!! (aber natürlich hat es sehr geholfen, dass mir als Schwaben die 5 Nasale ä ä ä ä und ä von Kindheit auf vertraut sind)


Freitag, 6. September 2013

Der 5.Tag: Mulhouse nach Montbéliar:

Eine wichtige Etappe! Heute habe ich die Burgundische Pforte durchfahren. Von hier an geht es nur noch "abi" zum Mittelmeer!  Theoretisch! 

Das ist die Schleuse 1 bei Niffer am Rhein war es annähernd die Nummer 50. Da habe ich noch nicht darauf geachtet. Die letzten Schleusen kamen alle paar hundert Meter. 

Und auf der "anderen Seite" fangen die Schleusen wieder mit eins an Bis Montbéliard waren es schon wieder um die 13.
Das gute alte Mömpelgard, die Aussenstelle des Königreichs Württemberg, ist heute ein nettes Städtchen, in dem man auf den Spuren Heinrich Schickhardts einen Rundgang machen kann und das Schloss erinnert wirklich sehr an das "Tübinger Schloss" -überhaupt sind die Württembergischen Hirschstangen mehrfach zu finden, wenn man darauf achtet.
Morgen soll es weitergehen Richtung Besancon, mal sehen wie weit ich komme. Die Wetteraussichten sind ja deutlich schlechter,
Und jetzt schaue ich Frankreich: Georgien an, weil in meinem Hotel keine deutschen Sender reinkommen.
Fussball ist Fussball!! Und Fronk ist ja fast schoh adopiert.

Donnerstag, 5. September 2013

4.Tag: Basel bis Mulhouse. 

Wieder eine kleinere Strecke. Aber was für eine. 

Aus Basel raus, so langsam gewöhne ich mich dran. Verschwinden die schönen Schilder mit der 6 im Sternenkranz und man steht am 4 spurigen Kreisverkehr und fragt sich wo geht es weiter.  Da lob ich mir halt die gute alte Straßenkarte! Heute waren unnötige Umwege gleich Null (zero, nada, niente). Und dann das Highlight des Tages:

Hier beginnt- oder endet - der Rhein_ Rhone-Kanal. Von nun an 250km mein Begleiter bis er in die Saone mündet.
Mühlhausen um die Mittagszeit erreicht.
Am Nachmittag Stadtbummel. Museen und lecker elsässich Essen. Saure Nieren mit Knöpfle. Und endlich eine vernünftige Karte bis Doubs.

3.Tag: Schloss Beuggen über Kaiseraugst nach Basel

Nachtrag: Zum Paradies am Rhein. In der Nacht zeigte sich die Kehrseite des Paradieses. Nicht einmal am Amazonas oder im Chocó bin ich derart von Stechmücken malträtiert worden. Meinem Gefühl nach habe ich erst ab 3:00 am Stück geschlafen. Wer jemals auf Zimmer 308 übernachten sollte, kann mehr als ein Dutzend fetter Blutflecken von mir an der Wand bewundern.
Der Morgen war dann wieder wunderschön, leichte Dunstschwaden über dem Rhein, auf der Terrasse über dem Wasser gefrühstückt und ganz gemütlich nach Basel geradelt. Lange in Augusta Raurica rum geradelt. Hatte ich mir alles ganz anders vorgestellt. War aber auf seine Art ein Erlebnis. zuerst römische Trümmer mit einem Tiergehege kombiniert. Dann eine zeitgeschichtlicher Quiz auf einem Kilometer direkt unterhalb der Autobahn. Dann die Arena, versteckt in einem Wald, Tempel auf Viehweiden, das war schon spaßig.

Dann weiter nach Basel. Endlos an öder Industrielandschaft vorbei. In der Stadt der Rheinweg wieder schön. Das Wetter so genial, dass ich fast meine Vorsätze über Bord geworfen hätte und weiter geradelt wäre. Doch wie der Zufall es will ich sehe  Museum für Gegenwartskunst eine tolle Ausstellung und direkt daneben  eine supermoderne Jugendherberge (die Preise aber auch - schweizerisch halt. Anderswo wäre Spa und Ganzkörpermassage bei dem Preis inbegriffen. UND DANN NOCH DER HINWEIS AUF DEN ZINMMERN; DASS MAN DIE BETTWÄSCHE ABZIEHEN UND AN DER REZEPTION ABGEBEN MUSS - UND DAS BEI ÜBER 100 Franken die Nacht).
Aber  die Nacht war schnakenfrei  !!!

Dienstag, 3. September 2013

1.Tag: 2.September. Engen bis Kadelbach

2.September:

Endlich geht es los! Doch gleich auf den ersten Kilometern ein Umweg. Die Straße nach Binningen ist gesperrt.
Das wird noch häufiger vorkommen.
In Schaffhausen Schilderchaos. Eurovelo 6 will über die Schweiz. Rheintalroute über den Rheinfall. Ich hätte gerne beides vermieden und wäre gern gleich nach Jestetten höch. Doch den Schweizer - die fiese Socke - den ich frage schickt mich wieder runter ins Rheintal: "Immer em Rhi entlong!!  Schön wär´s gsi - Also der 2. Umweg. (Von nun an werde  ich dier Umwege nicht mehr zählen!) geht so richtig steil nach Jestetten hoch!! Ich hab es gewusst!! Glaubt dem Schweizer nicht!! 
Aber nach Lottstetten wird die Strecke richtig schön - auch wenn ich den Rhein nach dem Rheinfall nicht mehr gesehen habe. 
Aber die Orte sind magisch. Durch den Schwefelgraben über den Glockenklang, durch Fehsenstaub, durch Rafz zum Hüslihof.
Gegen 16:00 bei Frau Krauss in Kadelbach. 
Eigentlich wollte ich es am 1. Tag etwas ruhiger angehebn lassen.
80 km spüre ich doch mehr als mir lieb ist.

2.Tag: 3.September

 Ein Traum von einem Radfahrtag!!! So kann es weitergehen. Flache Strecke. Schöne Städte. Waldshut-Tiengen, Laufenburg, Bad Säckingen, (Fast) Immer dem Rhein entlang. Ich hätte noch ein ganzes Stück so weiter rollen können. Aber dann kam Schloss Beuggen!! Nach knapp 60 km bin ich vom Rad. Langsam einrollen!!
UND (alle die mich kennen, werden erstaunt die Augenbrauen hochziehen) ich ging ins Wasser und habe an einem wunderschönen Platz hinter dem Schloss gebadet.







Dienstag, 27. August 2013

Noch eine Woche!


In einer Woche soll es losgehen!

Was mitnehmen, was nicht, jedes Kilo zählt - aber worauf kann ich nicht verzichten!
Augenblicklich bin ich beim 3.Versuch. Zwei Satteltaschen mehr nicht!! und wenn möglich unter 8 kg bleiben!